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Marketing & Kommunikation

Working Student

Working Students, im Deutschen Werkstudentinnen und Werkstudenten, arbeiten neben dem Studium bis zu 20 Stunden pro Woche in Marketingabteilungen oder Agenturen mit. Sie übernehmen operative Aufgaben in Social Media, Content, Kampagnen und Analyse und sammeln dabei Berufserfahrung.

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Gehalt

Was man als Working Student verdient

Monats- und Jahresbrutto nach Erfahrungsstufe, bundesweit
Erfahrung Von Median Bis Jahresbrutto Verhältnis
Berufseinstieg 2.300 € 2.600 € 3.000 € 31.200 €
Mit Berufserfahrung 2.500 € 2.800 € 3.200 € 33.600 €
Mit langjähriger Erfahrung 2.700 € 3.000 € 3.500 € 36.000 €

Die Werte sind auf eine Vollzeitstelle hochgerechnet, was etwa 13 bis 20 Euro pro Stunde entspricht; bei üblichen 20 Wochenstunden liegt das tatsächliche Monatsbrutto bei rund der Hälfte, und mit Erfahrung sind meist mehr Semester im Betrieb gemeint statt Berufsjahre. Einen eigenen Tarifvertrag gibt es nicht, der gesetzliche Mindestlohn gilt; am stärksten hängt die Bezahlung von Unternehmensgröße, Branche und Stadt ab, Konzerne und tarifgebundene Industriebetriebe zahlen deutlich mehr als Agenturen und Start-ups.

Die Werte sind Orientierungswerte und keine amtliche Statistik. Sie sind aus öffentlich verfügbaren Erhebungen, Tarifwerken und Stellenanzeigen abgeleitet und auf volle Euro gerundet. Im Einzelfall entscheiden Betrieb, Tarifbindung, Region, Qualifikation und Verhandlung – die Abweichung nach oben wie nach unten kann erheblich sein.

Das Jahresbrutto ist das 12-fache des Monatswertes. Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind nicht enthalten, weil sie sich von Branche zu Branche unterscheiden.

Gehalt nach Bundesland

Das Berufsbild

Was macht ein Working Student im Marketing?

Working Students unterstützen ein Marketingteam im laufenden Betrieb. Sie schreiben Beiträge für Instagram, LinkedIn oder den Unternehmensblog, planen Posts im Redaktionskalender, pflegen Inhalte im Content-Management-System und bereiten Newsletter vor. Dazu kommen Auswertungen: Reichweiten aus Google Analytics oder den Social-Media-Tools ziehen, Kampagnenergebnisse in Tabellen zusammenfassen, kleine Reportings für die Teamleitung bauen. Oft gehören auch Recherchen zu Wettbewerbern, die Organisation von Messen und Events, das Briefing von Grafikern oder einfache Gestaltungsarbeiten in Canva oder Adobe-Programmen dazu. Je nach Betrieb reicht das Spektrum von viel Zuarbeit und Routine bis zu eigenen kleinen Projekten mit Verantwortung.

Wie wird man Working Student?

Eine Ausbildung gibt es nicht. Entscheidend ist der Status: Wer an einer Hochschule eingeschrieben ist und ordentlich studiert, kann als Werkstudentin oder Werkstudent angestellt werden. Bevorzugt werden Studierende aus BWL, Kommunikationswissenschaft, Medien, Germanistik oder Wirtschaftspsychologie, Quereinsteiger aus anderen Fächern haben aber gute Chancen, wenn sie Schreibfähigkeit oder Erfahrung mit Social Media nachweisen können. Ein vorheriges Praktikum, ein eigener Blog oder ehrenamtliche Öffentlichkeitsarbeit helfen bei der Bewerbung. Für Menschen ohne Studium oder nach dem Abschluss ist diese Beschäftigungsform ausgeschlossen; sie endet spätestens mit der Exmatrikulation.

Was der Beruf verlangt

Die größte Belastung ist die Doppelrolle. Während der Vorlesungszeit gilt in der Regel eine Grenze von 20 Wochenstunden, damit das Werkstudentenprivileg in der Sozialversicherung erhalten bleibt; in den Semesterferien darf mehr gearbeitet werden. Prüfungsphasen und Abgabetermine im Job fallen oft zusammen, und nicht jeder Betrieb nimmt darauf Rücksicht. Die Arbeit selbst ist meist Büroarbeit am Bildschirm, häufig mit Homeoffice-Anteil und flexiblen Zeiten. Schwer fällt vielen, dass Aufgaben manchmal eintönig sind und die Anerkennung im Team geringer ausfällt als bei Festangestellten. Verträge sind fast immer befristet, und die Bezahlung liegt deutlich unter der von Berufseinsteigern mit Abschluss. Wer strukturiert arbeitet, schnell Feedback umsetzt und sauber formuliert, kommt gut zurecht.

Aussichten

Stellen für Working Students im Marketing gibt es reichlich, vor allem in Großstädten, bei Start-ups, E-Commerce-Firmen und Agenturen. Die Konkurrenz ist allerdings ebenfalls groß, weil viele Studierende in dieses Feld wollen. Der eigentliche Wert liegt im Einstieg: Wer mehrere Semester in einem Team mitgearbeitet hat, bringt beim Berufsstart echte Erfahrung mit und wird häufig direkt übernommen, etwa als Junior Marketing Manager, Content Manager oder Online-Marketing-Managerin. Spezialisierungen in Performance Marketing, SEO oder Datenanalyse verbessern die späteren Chancen spürbar. Durch KI-Werkzeuge verschieben sich einfache Textaufgaben, gefragt bleibt, wer Inhalte prüfen, einordnen und auswerten kann.

Aufgaben

  • Beiträge für Social-Media-Kanäle schreiben und einplanen
  • Newsletter und Blogartikel vorbereiten und im CMS einpflegen
  • Kennzahlen aus Analytics-Tools auswerten und Reportings erstellen
  • Wettbewerber und Markttrends recherchieren
  • Messen, Events und Kampagnen organisatorisch begleiten
  • Einfache Grafiken und Präsentationen gestalten
  • Abstimmung mit Agenturen, Grafikern und anderen Abteilungen

Voraussetzungen

  • Immatrikulation an einer Hochschule als ordentlich Studierende oder Studierender
  • Zeitliche Verfügbarkeit von meist 15 bis 20 Stunden pro Woche im Semester
  • Sicherer schriftlicher Ausdruck auf Deutsch, oft auch auf Englisch
  • Grundkenntnisse in Office-Programmen und sozialen Netzwerken
  • Selbstständige, strukturierte Arbeitsweise neben dem Studium

Wo man arbeitet

  • Marketingabteilungen von Unternehmen
  • Werbe- und Kommunikationsagenturen
  • Start-ups und E-Commerce-Unternehmen
  • Verlage und Medienhäuser
  • Verbände und gemeinnützige Organisationen

Der Weg in den Beruf

Ein eigener Ausbildungsweg existiert nicht; Voraussetzung ist ein laufendes Studium an einer Hochschule. Werkstudentenverträge laufen meist sechs bis 24 Monate und enden spätestens mit der Exmatrikulation. Ein Abschluss entsteht daraus nicht, wohl aber Berufserfahrung und ein Arbeitszeugnis.

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